Historie
Wie aus dem Industriestandort ein Münchner Landmark wurde.
Geschichte ist ein lebendiger, fortlaufender Prozess, der sich ständig weiterentwickelt und neu geschrieben wird. Auch der Standort des Arnulfbogens ist Teil dieser kontinuierlichen Transformation. Heute als weithin sichtbare Landmarke am Mittleren Ring verankert, war der Standort über Jahrzehnte durch die Fahrzeug- und Maschinenfabrik geprägt – eines der traditionsreichen Industrieunternehmen Münchens.
Entlang der heutigen Landshuter Allee verlief im 19. Jahrhundert die Bahnstrecke nach Landshut, während die Arnulfstraße als historische Verbindung schon damals die Innenstadt mit dem Westen der Stadt verband und zu den zentralen Entwicklungsachsen Münchens zählte. Die Meiller Werke produzierten bis 1995 an der Landshuter Allee. Mit der Aufgabe der industrielle Nutzung eröffnete sich die Chance, das innerstädtische Areal neu zu denken.
Im Rahmen eines übergeordneten städtebaulichen Konzepts entstand ein urbanes Ensemble aus Wohnen und Arbeiten, dessen prägendes Element der Arnulfbogen ist. Der Entwurf von DMP Architekten reagiert dabei unmittelbar auf den Standort: Die konkaven und konvexen Fassadenschwünge folgen dem Verlauf von Arnulfstraße und Landshuter Allee und formen einen Baukörper, der den Straßenraum aufnimmt und zugleich einen markanten Abschluss des Quartiers bildet.
Am Schnittpunkt der beiden Verkehrsachsen öffnet sich das Gebäude und gibt den Blick auf die verglaste Rotunde frei – das architektonische Zentrum des Ensembles. So entstand kein isolierter Solitär, sondern ein Gebäude, das aus seinem städtebaulichen Kontext heraus entwickelt wurde und – wie zuvor die Meiller-Werke – dauerhaft zum Stadtbild Münchens gehört.


